Über mich ... und meine Geschichte

Hallooo! Ich bin die Dina! Ich bin ein Mix aus Schäferhund und Galgo und noch irgendwas Kleinem und wickel garantiert jeden um den Finger. Naja, bei Fremden bin ich da etwas zurückhaltend und knurre auch mal. Man weiß ja nie, was die von einem wollen. Auf jeden Fall bin ich 2 Jahre jung und komme aus Athen, Griechenland.

Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, aber man sagt ich wurde in Athen in einem Gebäude, das gerade gebaut wurde zusammen mit meinem Bruder und meiner Schwester geboren. Leider hat uns der Besitzer dieses Gebäudes kurzerhand auf die Straße geworfen... Zum Glück aber hat mich eine nette Dame gefunden und zu sich genommen, ich glaube da war ich erst 2 Monate.

Und dann ist es passiert. Ich weiß wirklich nicht mehr wie, aber ich habe mir wohl beim Spielen ein (oder waren es sogar beide?) Vorderbeine gebrochen! Stellt euch das mal vor! Das war so schlimm, dass ich operiert werden musste. Jetzt hat sich herausgestellt, dass ich Ellenbogendysplasie habe und zwar ganz schlimm. Von den drei Formen, die es gibt vereine ich alle drei. Unten könnt ihr noch etwas mehr darüber lesen.

Wie ich nach Deutschland kam

Also so ganz genau weiß ich das auch nicht, ich weiß nur, dass ich auf einmal in dem Bauch eines riesigen metallenen Dingsbums gesessen bin und tierische Angst hatte. Ich habe mein Frauchen und mein Herrchen mal ein bisschen belauscht und die haben folgendes gesagt: Nach erfolgloser Suche im Tierheim haben sie im Internet nach Tierschutzvereinen gesucht und die Seite von Stray gefunden. Dort sind sie auf uns griechische Hunde aufmerksam geworden und waren erschreckt, wie wir in Griechenland um unser Leben kämpfen müssen. Der Entschluss stand fest, es sollte ein Südländer werden! Das finde ich toll, denn bei uns Griechen findet man die hübschesten unserer Gattung überhaupt. Wir haben nämlich von allem etwas und das macht uns einzigartig!

Also zurück zum Thema: Mein Frauchen und mein Herrchen haben mich ausgesucht. Sie sagen ich habe auf den Fotos im Internet so hübsch und süß und liebebedürftig und sanft ausgeschaut... na wenn sie meinen! Ich habe gehört, dass sie lange auf mich gewartet haben, fast 2 Monate. Als der Tag dann gekommen war, saß ich auch schon ehe ich mich versah in einer engen Box in diesem lauten Blech-Ungetüm und das alles hat mir ziemlich Angst gemacht.

Als ich endlich aus dem Ungetüm draußen war, musste ich immer noch in diesem fürchterlichen Kasten warten. Die haben den nur mit Zeitungspapier ausgelegt! Was sollte denn das? Sie sagten ich bin in München an einem Flughafen angekommen. Auf jeden Fall haben mich dann ganz viele Leute angeschaut und das war mir gaaar nich geheuer. Alles roch so komisch und war laut und überhaupt... wo waren meine Menschen?

Und dann auch das noch... irgendwie ist meine Box umgefallen, mit mir drin! Das hat ganz schön weh getan und jetzt hatte ich noch mehr Angst. Da konnten die doofen Menschen mich noch so sehr aus der Kiste ziehen, ich fand's da drin einfach viel sicherer. Also haben mich dann zwei von den komischen Menschen mitsamt der Kiste mitgenommen und es sollte sich herausstellen, dass dies ganz tolle Menschen sein würden, nämlich mein Frauchen und mein Herrchen!

Ich habe das erst kapiert, als ich in dem Ding, das sie Auto nennen, zusammen mit meinem neuen Frauchen saß und vor lauter Erschöpfung eingeschlafen bin. Das war sehr angenehm, denn sie hat mich die ganze Zeit gekrault und beschützt. Dann irgendwann hat das Auto angehalten und ich sollte wieder raus. Ja wie? Ohne meine Kiste? Naja, irgendwie hat mich mein Frauchen ja dann doch überzeugt, denn da wo es jetzt hinging war so kuschelig warm!

Ja und schon ganz bald habe ich kapiert, dass dieser neue Ort ein ganz wunderbares zu Hause ist und die beiden Menschen ein prima Rudel abgeben. Ich krieg jetzt soo leckeres Essen und das zwei Mal am Tag! Und erst die Streicheleinheiten, davon kann ich ja gar nicht genug kriegen. Ich bin so froh, dass ich jetzt bei meinem neuen Rudel bin, ich wusste gar nicht, dass das Leben so schön sein kann.

Meine Krankheit: Ellenbogendysplasie

Was am Anfang wie ein schlecht geheilter Bruch meiner Vorderbeine aussah, hat sich als "Ellenbogendysplasie" herausgestellt. Ich wurde am 13.05.2008 geröntgt und die Bilder haben gezeigt, dass meine Ellenbogen ganz verknöchert und verknorpelt sind, sodass der Tierarzt sie "Steinbrüche" nannte. Meine Physiotherapeutin meint, dass ich ein medizinisches Wunder wäre, weil ich quasi alle 3 ED-Typen gleichzeitig habe... Na wenn schon denn schon. Dass ich jetzt schon Schmerzen habe, weiß mein Rudel jetzt auch und der Tierarzt meinte, die Athrosen werden weiter fortschreiten.

Momentan fetze ich aber noch mit Freude durch die Gegend, so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen. Wenn die Schmerzen schlimmer werden, werden wir wohl Schmerzmittel einsetzen müssen. Wir machen jetzt Physiotherapie und erst mal eine Schmerztherapie, damit ich Muskeln aufbaue. Als Ergänzung bekomme ich jetzt ein neues Futter, dass man nur beim Tierarzt bekommt ("Hill's j/d"). Das ist super für meine Gelenke und den restlichen Bewegungsapperat und hilft mir wirklich. Außerdem riecht es ganz toll nach Fisch, lecker! Frauchen und Herrchen massieren mich jeden Tag 30 Minuten lang, das ist herrlich entspannend, so dass ich jedes Mal ganz fest einschlafe. Etwas anderes kann man bei mir nicht mehr machen, weil meine Ellbogen so sehr kaputt sind. Jetzt darf ich auch kein Stöckchen mehr holen und Ball spielen ist auch tabu für mich. Aber damit kann ich leben. Viel laufen und bewegen soll ich mich trotzdem, denn dadurch bleibe ich beweglich und baue Muskelatur auf.

Mein Rudel wird auf jeden Fall alles erdenkliche tun, damit ich noch ein schönes und weitestgehend schmerzfreies Leben vor mir habe. Sie sagen ich sprühe so vor Lebensfreude und habe einen so fröhlichen Charakter, dass wir das alles schon irgendwie schaffen werden. Mein Rudel sucht dringend für mich Paten, denn finanziell ist meine Krankheit und deren Behandlung sehr belastend. Kleine Beträge würden uns schon helfen... wenn ihr uns unterstützen wollt, kontaktiert doch einfach Strayoder mein Frauchen direkt!

Ein Kommentar von meinem Rudel nach den ersten Wochen:

"Wir wussten wirklich nicht, was auf uns zukommt und ob sie so ist, wie sie uns von ihrer Pflegefamilie beschrieben wurde. Wir hatten uns etwas Sorgen gemacht, als sie so verängstigt am Münchener Flughafen angekommen ist und uns aus ihrer Box mit großen Augen angeschaut hat.

Unsere Zweifel haben sich dann aber ganz schnell gelegt, denn als sie endlich in unserer Wohnung war, ist sie aufgetaut. Wir haben sie in Ruhe gelassen, aber sie ist immer wieder hergekommen und wollte gestreichelt werden. So komisch es aus klingt, aber südländische Hunde zeigen einem ihre Dankbarkeit wirklich .

Dina lernt unheimlich schnell. Nachdem sie am ersten Tag in die Wohnung gemacht hatte, weil sie sich draußen noch nicht getraut hat, hat sie innerhalb von 3 Tagen die Stubenreinheit erlernt, nachdem sie wusste, dass es draußen zu machen sicher war und Frauchen sich natürlich immer ganz arg gefreut hat. Außerdem hat sie innerhalb von diesen 3 Tagen gelernt Treppen zu steigen, das kannte sie wohl auch nicht. Ganz schnell war ihr auch klar was "Platz" und "am Platz" bedeutet, vor allem wenn wir essen. Der Staubsauger war am Anfang sehr unheimlich, aber dann doch ziemlich interessant und nun steht sie immer neben mir wenn ich staubsauge und beobachtet mich. Autofahren war natürlich auch sehr aufregend, aber sie ist inzwischen sehr ruhig und legt sich auf der Rückbank brav neben mich, wenn wir einkaufen fahren.

Auch läuft sie mir immer hinterher, wenn ich das Zimmer wechsele, aber ich habe direkt angefangen sie immer mal 5 Minuten alleine zu lassen, damit sie sich ans Alleinsein gewöhnt. So hat sie gemerkt, dass ich immer wieder zurückkomme und jault oder jammert auch nicht. Da sie sehr menschenbezogen ist, kann ich sie nach einer Woche völlig problemlos frei laufen lassen, denn sie entfernt sich niemals weit von mir. Auch ist sie noch misstrauisch fremden Hunden und vor allem auch Menschen gegenüber. Sie besucht zur Zeit die Hundeschule, damit sie lernt, dass ihr niemand etwas Böses will.

Wir können wirklich nur jedem empfehlen sich für einen Hund aus dem Süden zu holen, die Tiere danken es einem so sehr. Die Liebe die man bekommt ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Auch wenn sie anfangs noch einiges lernen müssen, diese Hunde können rohe Diamanten sein. Wir bereuen keinen einzigen Tag uns für Dina entschieden zu haben, denn sie bereichert unser Leben so sehr. Auch wenn wir leider erfahren mussten, dass sie an schwerer Ellenbogendysplasie leidet und nicht kastriert zu uns kam. Ich bin mir sicher, dass wir einfach Pech gehabt haben und ein Fall wie unserer eher ein Einzelfall ist. Vermutlich wurde die ED in Griechenland einfach nicht erkannt oder ihre Beine als nicht gravierende Fehlstellung eingeschätzt. Der tierärztliche Standard ist eben doch nicht derselbe wie hier in Deutschland."